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Thursday, July 20, 2006

Wonders of Massachusetts











Mittwoch schliefen wir uns erstmal gut aus. Als wir uns dann endlich aus den Betten schleppten war das Haus bis auf Oma, einen Hund und die Katze leer. Also frühstückten wir ausgiebig und gammelten nutzlos herum, bis gegen Mittag Tante Geeta wiederkam, uns fütterte und dann zu einem nahegelegenen Nationalpark fuhr.

Dort erwartete uns in einem riesigen alten Marmorsteinbruch eine natürliche Brücke. Genauer gesagt hat sich dort ein Bach seinen Weg unter den Marmorblöcken hindurchgefressen. Desweiteren steht dort einer von zwei Dämmen, die aus Marmor gebaut wurden, in ganz Nordamerika. Wir bewunderten diese Wunder ausgiebig und begaben uns dann mit Geetas dickem Jaguar wieder nach Hause.

Dort durften wir ein wenig auf der Veranda vor meinem Zimmer herumhängen, bevor es auf in ein koreanisches Restaurant ging, wo Joshuas (mein älterer Cousin) Bachelorabschluss gefeiert wurde. Wir trafen dort einige von Joshuas Freunden, aber auch Onkel Davids Eltern, die ich noch von meinem letzten Besuch kannte, sowie Davids Bruder und dessen Frau. Wir stopften uns mit Sushi voll und versuchten uns zu unterhalten. Doch an dem Tisch herrschte ein unglaublich Geräuschpegel, da jeder versuchte, den anderen zu übertönen, so daß Bu und ich auch viel schweigend dasaßen, unwillens, an dem Gebrüll teilzunehmen, nur um uns mit unserem Tischnachbarn zu unterhalten. Ich hatte mit meiner Oma eine eher schweigsame Nachbarin (mangels gemeinsamer Sprache), Bu hingegen hatte den Jackpot gezogen, denn meine Schwip-Schwip-Tante stellte sich als ein vorbildlicher Fall von Logorhoe dar, die, wie uns auch David und Geeta versicherten, leicht verrückt ist. Bu hatte also alle Hände voll zu tun.

Schließlich ging das Festmahl dem Ende zu, wir ließen uns mit prallen Bäuchen nach Hause fahren, lachten noch herzlich über meine Schwip-Schwip-Tante und fielen dann in unsere Betten und einen tiefen Verdauungsschlaf.

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Bevor sich jetzt noch jemand, so wie ich, fragt, was ein "Logorhoe" ist:
"Mit Logorrhoe oder Logorhoe (gr. logos Wort; rheos Fließen) - auch Redesucht Redefluss oder Polyphrasie genannt - wird ein kaum unterbrechbares und oft überschnelles Sprechen bezeichnet. Oft findet sich dabei ein Verlust gedanklicher Zusammenhänge der durch Ideenflucht zustande kommt.

Eine Logorrhoe tritt manchmal bei leichteren Formen der Alkoholisierung (Schwips) und als pathognomonischer Zustand bei manischen paranoiden und schizophrenen Krankheitbildern sowie ängstlich-erregten Psychosen auf."(http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Logorhoe.html)
(wg. Martins "Wikipädie" diesmal nicht aus Wikipedia zitiert)

21 July, 2006 12:36

 

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