Auf Erkundungstour









Donnerstag Mittag beschlossen wir nach morgendlichem Rumgammeln mit den Fahrräder, die uns Geeta vor ein paar Tagen gezeigt hatte, eine kleine Rundfahrt zu unternehmen.
Leider ergab eine kurze Inspektion der Räder, daß kein einziges fahrbereit war, platte Reifen, total abgenutzte Bremsen, viel zu klein...
Aber entschlossen, uns von solchen kleinen Problemen nicht aufhalten zu lassen. Wir machten uns also zu Fuß auf.
Adams stellte sich als Kuhkaff erster Ordnung heraus. Wir erinnerten uns, daß Geeta eine Mall am Ende des Fahrradtrails, der durch Adams und die Wildnis dahinter läuft, erwähnt hatte. Dorthin zog es uns nun. Glücklicherweise fragten wir, bevor die den Marsch zur Mall antraten, noch einmal in Adams Visitor Center nach, denn dort warnte man uns, daß es elf Meilen bis zur Mall seien.
Wir versuchten, wie uns im Visitors Center geraten wurde, einen der stündlichen Busse der Berkshire Regional Transportation Authority zu erwischen, aber er ignorierte uns dreist, als wir versuchten, ihn heranzuwinken. Enttäuscht traten wir den Heimweg an.
Kaum in Geetas Haus angekommen, fing es brutalst an zu regnen, richtig wolkenbruchartig. Als wir ihr von unserer Schmach erzählten, fuhr sie uns kurzentschlossen zur Mall, die sich als ziemlich funzelig herausstellte. Wir stockten unsere Büchervorräte auf, konnten aber sonst nichts finden. Stattdessen bewunderten wir das Kleinstadtvolk, vor allem die Jugend faszinierte uns sehr. In der Gegend hier scheint Emo die überwiegende Jugendkultur zu sein, was wir einer genauen Analyse unterzogen.
Zuhause ließen wir uns dann bei gegrillten Fisch und Reh, beides von meinem Onkel eigenhändig erlegt, im Garten von den Moskitos leersaugen und fielen schließlich mit prallen Bäuchen in unsere Betten.

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