Jim Thorpe und der Stern über Bethlehem







Dienstag brachen wir vergleichsweise früh auf, um ein wenig die ländlichen Gebiete um das Lehigh Valley, in dem Allentown liegt, zu erforschen. Reiseziel war Jim Thorpe, eine kleine Tourifalle in den Ausläufern der Appalachen, die sich vor einigen Jahrzehnten nach dem großen indianischen Athleten Jim Thorpe benannt hat. Die Stadt selbt war zwar "cute" wie meine Tante betonte, aber nicht wirklich weiter interessant. Stattdessen fuhren wir weiter durch Panther Valley, durch die eher unansehnlichen Minenarbeiterdörfer des Carbon County. In Nesquehoning machten wir halt, um in einem Lampengroßhandel ein paar Leuchten für Bunus und Jeffs neues Haus zu begutachten.
Auf dem Rückweg verfuhren wir uns ein wenig, hatte so aber die Gelegenheit, etwas hübschere Hinterlanddörfer zu sehen.
Zurück in Allentown futterten wir uns bei einem chinesischen Mittagsbuffet die Bäuche rund und fuhren dann zum neuen Haus, um Post abzuholen und die neuesten Fortschritte anzuschaun.
Nachmittags mussten wir alle erstmal ausspannen, da wir vom frühen Aufstehen und dem Chinafraß ziemlich müde waren.
Etwas später brachen wir wiede auf, um die Biervorräte aufzustocken und lustwandelten durch den "Beer Heaven", wo alle nur erdenklichen Biersorten erhältlich waren. Wir gaben uns mit je einer Kiste Corona und Canadian Molson zufrieden.
Danach fuhren wir in eine der drei zusammengewachsenen Städte im Lehigh Valley, nämlich Bethlehem, das eine sehr schöne "Altstadt" hat, deren Gebäude bis zu 250 Jahre alt sind, nach amerikanischen Maßstäben fast schon antik. Dort machten wir einen ausgedehnten Spaziergang und bewunderten die alten Villen, die das dortige Stadtbild prägen.
Auf dem Rückweg fuhr uns Onkel Jeff durch das Armenviertel Allentowns, das von Ziegelsteinreihenhäusern, wie sie auch in alten englischen Industriestädten anzufinden sind, dominiert wird. Wir dort wurden wir auch noch Zeuge, wie sich die schwarze Bevölkerung mit Boxkämpfen auf der Straße unterhielt.
Wieder zuhause zauberte Bunu ein unsagbar leckeres Pastagericht, daß wir mit massig Bier hinunterspülten. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch lange und als uns bei einem Blick auf die Uhr auffiel, daß es schon 2 Uhr nachts war, huschten wir alle fix in unsere Betten.

1 Comments:
Das gute Reissdorf Kölsch in Pappkisten - ich fasse es nicht!
Und dann noch das Erschöpfungs-Geschichten-Bier des Auserwählten Volkes. Das Foto ist ja das reinste Wortspiel - genial!
27 July, 2006 14:52
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