Partying... rural and urban style
Gestern haben wir die kulturellen Unterschieden zwischen Land und Stadt in Sachen Feiern erforscht. Nach morgendlichem Arbeitseinsatz für Onkel Jay in seinem Pull Barn brachen wir auf zum 50ten Hochzeitstag der Schwiegereltern des Bruders meines Onkels.




Essen und Trinken war in Hülle und Fülle vorhanden und wir kannten immerhin schon einige Leute von den Vortagen. Meine Cousinen beschlossen, die komischen Jungs aus Deutschland zu ignorieren, so daß wir uns den halben Tag dolle Oma-Geschichten anhören durften. Eine Tour einer nahegelegenen Farm war auch noch mit drin, bei der sich Jay sämtliche Farmgeräte erklären ließ, was uns eher weniger interessierte.

Im Anschluß ging es dann auf nach Ann Arbor, wo wir das Nachtleben erforschen wollten. Im "Blind Pig" spielten Electric Six, die Schlange stand bis um den Block herum. Wir waren fast schon drin, als etwa zehn Leute vor uns verkündet wurde "We're sold out!". Stattdessen wandelten wir dann durchs nächtliche Ann Arbor, auf der Suche nach einem Laden, wo man einfache Burger essen kann. Einen solchen gibt es ganz offensichtlich Downtown nicht, oder nur in Verbindung mit Alkoholausschank, also in Läden, in die man erst ab 21 reinkommt. Das ist ohnehin das große Manko des Nachtlebens hier, unter 21 darf man nicht viel, der Spaß hält sich stark in Grenzen. So pfiffen wir uns in einem Laden Sandwiches rein und ließen uns schließlich zu White Chocolate Mocha in einem Starbucks auf den Siegmund-Freud-Sofas nieder. Von nun an werden wir die Abende doch lieber zuhause verbringen.
