2 guys, 4 weeks, 4000 miles from home

Tuesday, July 11, 2006

Two days at the lake

Sonntag vormittag wurden wir von Jay und Baba zu Jays Mutter Esther gefahren, da sie den Sender hat, auf dem hier das Endspiel der Weltmeisterschaft übertragen wurde. Während wir das Spiel verfolgten und uns vom furchtbar nervigen amerikanischen Kommentar quälen ließen, verabschiedeten sich Jay und Baba unauffällig. Wir blieben mit Jays Mutter und Schwester, die auch dort wohnt, zurück. Den Rest des Tages verbrachten wir lesend und redend im Garten und auf dem Steg bzw. auf dem Pontoon, zwischendurch auch mal Scarface guckend im Wohnzimmer. Erschöpft vom vielen Chillen vielen wir früh in unsere Betten dort. Zitat Esther "You're now fun at all!"

Tag 2 am See war dafür einiges nervenaufreibender. Nach morgendlichem Chillen entschieden wir uns, mit dem Pontoon herauszufahren. Jay hatte uns mehrere Male lang und breit erklärt, wie der Motor funktioniert. Wir schafften es auch, ihn zum Herausfahren zum Laufen zu kriegen. Etwa 50 m vom Steg entfernt allerdings würgten wir den Motor ab und schafften es auch nicht mehr, ihn zu starten. Wir dachten uns: "Egal, wir können das Boot wieder zum Steg schieben, ist ja seicht genug hier. Wir werfen den Anker raus und chillen einfach hier." Gedacht, getan.



Nach etwa einer halben Stunde chillen, fiel uns auf, daß wir irgendwie weiter von der Küste entfernt waren. Wir stellten fest, daß der Anker nicht gehalten hatte, machten uns jedoch keine größeren Sorgen. Jays Mutter versuchte am Steg, das kleine Boot gestartet zu kriegen, um uns reinzuschleppen, aber auch sie bekam diesen Motor nicht gestartet, woraufhin wir sie anriefen, um ihr zu sagen, daß wir das Boot einfach schwimmend hereinziehen würden und sie nicht weiter mit dem kleinen Boot rumrumoren sollte. Schließlich waren wir in Sorge um die alte Frau. Wir warfen den Anker ein weiteres Mal aus, gingen sicher, daß er diesmal hält und chillten wieder herum. Als wir uns eine Stunde später genauer umsahen, stellten wir fest, daß wir nun wirklich weit abgedriftet waren. Nach Diskussion und mehreren Telefonaten mit Jay, der uns allerdings auch nicht erklären konnte, wie wir den Motor zum laufen kriegen, beschlossen wir, es mit purer Manneskraft zu probieren. Ab ins Wasser, wir schoben und zogen. Wir hatten tatsächlich das Gefühl, voran zu kommen. Nach einer Stunde jedoch mussten wir entkräftet und demotiviert aufgeben, da wir der Zielküste nicht wirklich nähergekommen waren. Wir wunken ein Boot heran, erklärten unsere Situation und baten um Hilfe. Der Mann in dem Boot sagte uns, wir sollten ein paar Minuten warten, er müsste seinen Sohn am Strand abholen und würde dann kommen. Nach einer halben Stunde gaben wir mit dem Warten auf und riefen verzweifelt Jay an. Er hatte immrnoch keinen Ahnung, was das Problem mit dem Motor sein könnte. Aber just während dieses Gesprächs sprang der Motor auf einmal an. Auf Jays Anweisung, um den Motor zu testen, und aus eigenem Antrieb, um unseren Triumph zu feiern, drehten wir einige Runden auf voller Geschwindigkeit. Dann legten wir das Pontoon wieder an den Steg und chillten noch eine Weile im Garten herum.




Den Abend brachten wir schließlich bei Jay und Baba bei Hirschburger und Chicken Bratwurst zu einem würdigen Ende, auch wenn wir beim Grillen von den abnorm großen Michigan-Moskitos brutal zerstochen wurden. Philipp zählte heute morgen allein auf einem Unterschenkel sieben Stiche!

Die Tage am See bei Esther waren wirklich sehr relaxt und schön, können wir nur weiterempfehlen!