Schon wieder auf einem Pontoon







Den heutigen morgen verbrachten wir wieder entspannt, bis gegen Mittag Tante Geeta wiederkam und kurz darauf meine wortreiche hyperaktive Schwip-Schwip-Tante Rebecca sowie Onkel Davids Mutter Helen auftauchten, um nepalisch zu speisen. Besondere Sensation war dabei der Dhal, den Rebecca am Vortag höchstpersönlich zubereitet hatte und der in höchsten Tönen gelobt werden musste ("Say it's good, even if you have to lie, I don't mind!").
Nach dem Essen gingen Rebecca und Geeta dazu über, Gossip über Davids Familie auszutauschen, was wir uns fasziniert eine Weile anhörten, uns dann aber doch lieber selbst beschäftigten (z.B. mit Tante Geetas Hühnern).
Später nachmittags führen wir dann weit hinaus, um den See zu besichtigen, an dem Onkel David Grundstücke verkauft. Wir fuhren mit einem Pontoon heraus, aber der Luxusvariante. Anwesend waren Geeta, David, Davids Eltern, Davids Bruder und seine Frau Rebecca, sowie mein jüngerer Cousin Pranam, der ein paar Stunden vorher aus Georgia eingeflogen war. Wir machten eine Rundfahrt über den See und futterten dann in der Seemitte die übriggebliebenen Sushi von gestern Abend. Leider wurden wir dort auch penetrant von "deer flies", was bei uns Bremsen entspricht, belästigt. Im verzweifelten Versuch, eine von diesen aus seinem Gesicht zu wischen, erfasste Bu in der Bewegung seine geliebte Brille und schlug sie sich grazil aus dem Gesicht, worauf sie wie in Zeitlupe elegant ins Wasser fiel. Ungläubig paralysiert war keiner von uns geistesgegenwärtig genug, hinterherzuspringen. Leider waren wir in der Mitte des Sees, wo er etwa vier bis fünf Meter tief ist und bedeckt von Wasserpflanzen, eine Rettungsaktion mittels Tauchen also aussichtslos.
Bu steht immernoch unter Schock, auch, als meine Tante sich nach unserer Rückkehr hier zu einer dreistündigen Tratschsession niederließ und er unfreiwillig alles über den nepalischen Zweig meiner Familie erfuhr. Eben hat sie sich ins Bett verabschiedet, und auch wir werden wohl bald unsere Köpfe in die Kissen drücken.










