2 guys, 4 weeks, 4000 miles from home

Saturday, July 22, 2006

Heavy Downpours All Day






Als wir heute morgen aufwachten, war es bereits am regnen. Eigentlich sollten wir bereits morgens mit David und meinen Cousins zum Dyken Lake fahren, um dort auf dem See herumzuchillen und zu schwimmen. Dem Regen sei dank durften wir dann doch länger schlafen.

So hatten wir ein riesiges Frühstück mit bergeweise Waffeln mit Ahornsirup und Bratkartoffeln, die meiner Oma zufolge die Deutschen und insbesondere meine Mutter erfunden haben. Allerdings behauptete sie im gleichen Atemzug auch, daß es die belgischen Waffeln, die wir aßen, in Deutschland nicht gäbe und es überhaupt in Deutschland keinen Nachtisch gäbe...

So machten wir uns gegen Mittag im Regen auf zum See. Auf der etwa eine Stunde langen Fahrt schliefen Bu und ich dezent.
Als wir ankamen, waren die Zelte bereits brummend voll. Die Mitarbeiter von Davids Firma teilten uns mit, daß schon alle Grundstücke bis auf eins verkauft seien. Philipp und ich nutzten eine Regenpause, um den Dirtroad ein wenig herabzulaufen und vom Trubel wegzukommen.

Kaum waren wir zurückgekehrt, fing es an wie aus Eimern zu gießen. Wir wurden mit einer Reihe Mitabreiter bekannt gemacht, besonders beeindrucken war eine Kollegin aus Colorado, die ein Rodeo-Champion war. Ihr Händedruck konnte Knochen brechen. Der Kiesplatz verwandelte sich langsam in einen riesigen Fluß, und so waren wir froh, als wir nach ein paar Stunden nach hause konnten.

Zum Abendessen waren Geeta und David zur Feier mit Davids Kollegen eingeladen, aber Davids Rat an uns war, uns einen gemütlichen Abend zuhause zu machen. Sodann ließen wir uns mit einer Kiste Rolling Rock vor dem Fernseher mit den 900 Kanälen nieder und verbringen bis jetzt einen angenehmen Abend.

Auf Erkundungstour










Donnerstag Mittag beschlossen wir nach morgendlichem Rumgammeln mit den Fahrräder, die uns Geeta vor ein paar Tagen gezeigt hatte, eine kleine Rundfahrt zu unternehmen.
Leider ergab eine kurze Inspektion der Räder, daß kein einziges fahrbereit war, platte Reifen, total abgenutzte Bremsen, viel zu klein...
Aber entschlossen, uns von solchen kleinen Problemen nicht aufhalten zu lassen. Wir machten uns also zu Fuß auf.

Adams stellte sich als Kuhkaff erster Ordnung heraus. Wir erinnerten uns, daß Geeta eine Mall am Ende des Fahrradtrails, der durch Adams und die Wildnis dahinter läuft, erwähnt hatte. Dorthin zog es uns nun. Glücklicherweise fragten wir, bevor die den Marsch zur Mall antraten, noch einmal in Adams Visitor Center nach, denn dort warnte man uns, daß es elf Meilen bis zur Mall seien.

Wir versuchten, wie uns im Visitors Center geraten wurde, einen der stündlichen Busse der Berkshire Regional Transportation Authority zu erwischen, aber er ignorierte uns dreist, als wir versuchten, ihn heranzuwinken. Enttäuscht traten wir den Heimweg an.

Kaum in Geetas Haus angekommen, fing es brutalst an zu regnen, richtig wolkenbruchartig. Als wir ihr von unserer Schmach erzählten, fuhr sie uns kurzentschlossen zur Mall, die sich als ziemlich funzelig herausstellte. Wir stockten unsere Büchervorräte auf, konnten aber sonst nichts finden. Stattdessen bewunderten wir das Kleinstadtvolk, vor allem die Jugend faszinierte uns sehr. In der Gegend hier scheint Emo die überwiegende Jugendkultur zu sein, was wir einer genauen Analyse unterzogen.

Zuhause ließen wir uns dann bei gegrillten Fisch und Reh, beides von meinem Onkel eigenhändig erlegt, im Garten von den Moskitos leersaugen und fielen schließlich mit prallen Bäuchen in unsere Betten.